Fairness belebt das Geschäft - Marktwirtschaft als Marktbremse?

Fairness belebt das Geschäft

Fairness belebt das Geschäft

Marktwirtschaft als Spaßbremse?

So eine Marktwirtschaft macht doch richtig Spaß. Du kannst am Markt nach Herzenslust wirtschaften, und wenn du das mit dem richtigen Schwung und mit festen Ellenbogen gemacht hast, steht die Konkurrenz in der Ecke, leckt sich die Wunden und sieht dir beim Geldverdienen zu.

„Leider“ haben Ludwig Erhard und ein paar andere Gründer der deutschen Marktwirtschaft das Attribut ’sozial‘ vor die Marktwirtschaft gesetzt. Damit haben sie jedem Turbo-Unternehmer den Spaß verdorben. Keine Fäuste mehr, keine fiesen Fallen. Kein Rufmord, keine Raubkopien. Keine Kartelle, keine Monopolbildung. Wie sollst du es da zu was bringen?

Geht auch, sagen die Vertreter des fairen Unternehmertums. Geht sogar besser – denn in einer Gesellschaft von Haifischen wirst du selbst schnell gefressen. Schauen wir uns mal ein paar Gebrauchsanweisungen für guten und schlechten Stil in der Geschäftswelt an.

Mitarbeiter finden

Aufstieg und Fall des Jonas Z.

Jonas Z. ist Geschäftsführer eines aufstrebenden Sportartikelherstellers. Wenn jemand in seiner Umgebung von ‚Mitbewerbern‘ spricht, kriegt er die Krise. Die Konkurrenz ist ein Gegner und als solcher zu behandeln.

Wühlmäuse und Späher

Jonas hat zwei Mitarbeiter darauf angesetzt, diesen Gegnern Saures zu geben. Die Abteilung Falschnachrichten haut jede Menge Rufmord raus: „Super Schuh. Beim dritten Training ist das Airpad geplatzt. Bin so weiter gelaufen. Hauptsache (Name der Marke).“ Oder: „Geschäftsführer von (Unternehmen) wechselt im Sommer nach Meinungsverschiedenheiten über Kurskorrekturen zur Konkurrenz.“ „Rückrufaktion für (Produktname): Schnürsenkel enthalten Spuren von Nervengift.“

Wühlmausabteilung nennt Jonas Z. diesen Tätigkeitsbereich seiner Firma. Das Terrain wird so lange unterminiert, bis es zusammenbricht. Die andere Abteilung, der Spähtrupp, sucht den wandlungsreichen Markt der Innovationen nach Imitierenswertem ab. Da bleiben die Kosten für eine eigene Entwicklungs- und Designabteilung überschaubar.

Was hältst du von Jonas Z.‘ Aktivitäten? Schlauer Fuchs oder Fiesling? Das Gesetz hat eine klare Meinung. Es nennt sein Handeln unlauter und stellt es unter Strafe. Jonas Z. verbreitet Unwahrheiten, verunglimpft andere Leute und Produkte, klaut Ideen und gibt sie als seine aus. Wenn er sich als Privatmensch so verhalten würde, hätte er keine Freunde, viele Feinde und einige Anzeigen am Hals. Warum sollte es ihm als Unternehmer besser gehen?

Jonas Z. geht das Spritgeld aus

Jugendliche sind vor allem dämlich. Niemand weiß das besser als Jonas Z. Dieser Zielgruppe verkaufst du Schrott als Gold – Hauptsache, es klebt ein cooles Logo drauf. Stell ein paar aussagekräftige Vergleichsbilder ins Netz mit schlecht beleuchteten Konkurrenzartikeln und deinem eigenen Zeug. Sag den Jugendlichen, sie können später zahlen. Wenn sie dann gekauft haben, schlägt deine Inkassoabteilung zu.

Bei Jonas Z. klingeln die Kassen. Jonas hat sich einen Porsche als Dienstwagen zugelegt. Ein halbes Jahr später geht ihm das Benzingeld aus. Seine unlauteren Methoden beginnen sich bei den Käufern herumzusprechen.

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Die Vorteile der Fairness

Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb schützt Kunden, Mitarbeiter und Konkurrenten. Es schützt auch deine eigene Firma und dich selbst. Die Kunden erhalten fair produzierte Produkte, die auf Qualität und Innovation setzen und nicht auf Rufmord. Die Mitarbeiter fühlen sich bei dir gut aufgehoben. Sie handeln produktiver, sie stärken deine Produkte oder Dienstleistungen. Sie schädigen dein Unternehmen nicht, indem sie zur Konkurrenz wechseln und Schmähschriften über dich verfassen (was übrigens ebenfalls als unlauteres Verhalten im Wettbewerb gilt).

Die größte Investition der Welt

Unterschätze niemals, wie wichtig der gute Unternehmensruf ist. An ihm arbeitest du dauerhaft, er ist die größte Investition und zahlt sich bleibend aus. Große Marken (nicht jene Start-up-Strohfeuer, die heute lichterloh brennen und morgen Schutt und Asche sind) – große Marken basieren auf Vertrauen. Vertrauen basiert auf Fairness. Gib Geld für die perfekte Form, den perfekten Inhalt, den besten Service aus. Das verlässlichste Mittel gegen Konkurrenz ist Qualität, Respekt und Gerechtigkeit. Wirkliche Elite ist tolerant.

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