Candidate Personas für die Zeitarbeit

Candidate Personas für die Zeitarbeit

Auch in der Zeitrabeit lohnt sich die Erstellung von Candidate Personas. Sie werden deutlich erfolgreicher rekrutieren. Warum und wie, zeigt dieser Artikel.

28% mehr Resonanz auf Ihre Stellenanzeigen

In Deutschland werden täglich über 170.000 Stellenanzeigen geschaltet und viele davon gehen in der Masse unter, weil sich Bewerber nicht persönlich angesprochen fühlen. Zeitarbeitsfirmen sollten deshalb anfangen, Ihre Kommunikation stärker auf die individuellen Erwartungen und Wünsche ihrer Zielgruppe zuzuschneiden. Candidate Personas helfen dabei, die passenden Botschaften zu finden und den Erfolg von Stellenanzeigen zu steigern. Hier erfahren Sie, was Sie bei der Erstellung von Candidate Personas beachten müssen.

Raus aus dem kommunikativen Einheitsbrei

Für die Studie „Club der Gleichen – Edition Stellenanzeigen“ wurden 120.000 Stellenanzeigen von 500 Unternehmen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Stellenanzeigen stilistisch und inhaltlich mangelhaft sind:

„Eine Differenzierung findet schlicht nicht statt. Arbeitgeber bedienen sich stattdessen aus einem Wortregal der Gleichförmigkeit. Sie sind mehr ein „Club der Gleichen“ als differenziert  kommunizierende Unternehmen, die den Bewerbern im besten Fall unverwechselbare Anhaltspunkte für eine Jobentscheidung liefern. Kommunikativer Einheitsbrei regiert die Szenerie,
die werblich und nicht inhaltlich getrieben ist.“

Kandidaten erreicht man heute mit packenden Inhalten, nicht mit vordergründiger Werbung. Recruiter sollten in ihrer Kommunikation auf Botschaften und Geschichten setzen, mit denen sie potenzielle Kandidaten emotional erreichen. Die Herausforderung liegt darin, die passenden Botschaften zu finden. Hier kommt die Candidate Persona ins Spiel.

Candidate Personas – die Vorteile

Eine Candidate Persona ist ein fiktionales Abbild Ihres idealen Kandidaten, vergleichbar mit dem klassischen Anforderungsprofil im Recruiting. Allerdings enthält die Persona eine Reihe zusätzlicher Informationen, die das Bild vom gewünschten Kandidaten abrunden.

Im Personal-Marketing helfen Candidate Personas dabei,
• potenzielle Kandidaten und ihre Bedürfnisse zu verstehen,
• individuelle Beweggründe für berufliche Veränderungen zu erkennen,
• die passenden Botschaften für die Kommunikation mit Kandidaten zu formulieren.

Im Produktmarketing erzielen Kampagnen, die über Personas gesteuert werden, im Vergleich zu Kampagnen ohne Persona eine bis 28% höhere Resonanz. Und auch im Personal-Marketing gilt: Je passender die Botschaft, desto größer ist die Anzahl und die Qualität der Kandidaten, die auf Ihre Stellenanzeigen reagieren. Das reduziert den Aufwand für die Auswahl geeigneter Kandidaten und beschleunigt Ihren Recruiting-Prozess. Mit Candidate Personas finden Sie schneller bessere Kandidaten.

In der Zusammenarbeit mit dem Kunden unterstützen Candidate Personas dabei,
• die Abstimmung der Anforderungen an den Mitarbeiter zu vereinfachen,
• den Recruiting-Prozess zu beschleunigen,
• die Zufriedenheit der Kunden zu steigern.

Von Candidate Personas profitieren also nicht nur Ihre Kandidaten, sondern auch alle am Recruiting Beteiligten. Das rekrutierende Zeitarbeitsunternehmen und das entleihende Kundenunternehmen schaffen ein gemeinsames Verständnis vom Wunschkandidaten und können Anforderungen klar dokumentieren.

Der Aufbau von Candidate Personas

Um Ihre Candidate Personas möglichst konkret und realistisch zu definieren, sollten Sie Ihre Wunschkandidaten aus verschiedenen Betrachtungswinkeln beschreiben:

1. Angaben zur Person und Qualifikation:

Dies umfasst sowohl Informationen zu Alter, Geschlecht, Familienstand, Einkommen, Familiengröße und Beruf als auch Details zur fachlichen Qualifikation wie Ausbildung, Fähigkeiten und beruflicher Werdegang. Die Inhalte entsprechen weitgehend dem klassischen Anforderungsprofil.

2. Motivation des Kandidaten:

Persönliche Ziele oder Unzufriedenheit im Job lassen potenzielle Kandidaten über eine berufliche Veränderung nachdenken. Auf der anderen Seite kann es individuelle Gründe geben, die eine Veränderung erschweren oder verhindern. Hier kann das Recruiting mit überzeugenden Botschaften ansetzen, um diese Kandidaten zu gewinnen.

3. Informationsverhalten des Kandidaten:

Um Kandidaten zu erreichen, müssen die Botschaften dort platziert werden, wo sie sich informieren. Eine wichtige Rolle bei der Meinungsbildung spielen auch Personen, die den Kandidaten beeinflussen. Diese Informationen lassen sich in einem Candidate Persona Datenblatt übersichtlich darstellen.

Candidate Personas erstellen – Erste Schritte

Candidate Personas sind mehr als Fiktion. Je realistischer Sie Ihren Wunschkandidaten definieren und beschreiben, desto besser können Sie Ihre Botschaften auf diesen zuschneiden. Dazu müssen Sie zunächst Anknüpfungspunkte für Ihre Kommunikation finden. Die nötigen Informationen für Ihre Candidate Persona finden Sie bei Ihren Kunden und im Markt.

1. Treten Sie mit Ihren Kundenunternehmen in Kontakt, um Informationen über die Mitarbeiter zu bekommen. Ihre Persona hilft Ihnen dabei, die Informationen strukturiert abzufragen.

• Was gefällt den Mitarbeitern an ihrer Arbeit?
• Wie sind sie zu ihrer Stelle gekommen?
• Wie hat ihnen die Einarbeitung gefallen?
• Was wünschen sie sich von einem neuen Kollegen?
• Welche negativen Erfahrungen haben sie mit neuen Kollegen gemacht?

2. Recherchieren Sie da, wo ihre Zielgruppe aktiv ist. Wenn Sie einen CNC Dreher suchen, finden Sie heraus, wo dieser sich informiert. Dann können Sie Ihr Personal-Marketing gezielt darauf ausrichten.

• Was wünschen sich Kandidaten von Arbeitgebern?
• Was bieten andere Unternehmen den Kandidaten?
• Welche negativen Erfahrungen haben Kandidaten im Job gemacht?

3. Stellen Sie Ihre gewonnenen Erkenntnisse und Annahmen in einem Candidate Persona Datenblatt zusammen und extrahieren sie daraus Keywords, sogenannte „Trigger“, für die Ansprache Ihrer Wunschkandidaten. „Trigger“ sind Reizwörter, über die man den Kandidaten anspricht, um sein Interesse zu wecken und letztendlich eine Bewerbung auszulösen.

Tipp: Es gibt nicht DEN einen Idealkandidaten. Erstellen Sie aus den Informationen, die Sie für eine Vakanz gesammelt haben, mehrere Candidate Personas, um eine gewisse Bandbreite an möglichen Profilen zu berücksichtigen.

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