Diversity – in 6 Schritten umsetzen

Diversity – in 6 Schritten umsetzen

Bei Diversity geht es um Unterschiede, vor allem im kulturellen Kontext verschiedener Menschengruppen. In den letzten Jahren ist mit der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt die Vielfalt zunehmend als Wettbewerbsvorteil für Unternehmen erkannt worden. Daraus entstanden ist ein Diversity Management, das Unternehmen zu mehr Vielfalt verhelfen soll.

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Was bedeutet Diversity?

Ein unternehmerischer Ansatz, der auf Vielfalt setzt, anerkennt, dass sich Menschen nach ihrer Herkunft und Kultur, ihrem Alter, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, ihrer sexuellen Orientierung und Identität sowie auch in ihrem Weltanschauungen und Glaubensrichtungen unterscheiden.

Auch die physischen und psychischen Fähigkeiten von Menschen unterscheiden sich im Einzelfall. Wurde früher die Vielfalt eher als Herausforderung gesehen, stehen heute die Chancen verschiedener Denkansätze und Arbeitstechniken, die das Unternehmen in seiner dynamischen Entwicklung voranbringen können, im Fokus. Außerdem müssen Unternehmen heute damit umgehen, dass sich auch ihre Kunden immer mehr unterscheiden.

Spiegelt hier das Unternehmen in der Arbeitnehmerschaft die Vielfalt der Kunden wider, ergeben sich synergetische Effekte und ein besseres Verstehen auf beiden Seiten. Wurde früher nach Einheit und Konformität gestrebt, wollen Unternehmen heute gezielt Diversität in ihrem Unternehmen realisieren und die Vielfalt unter einem gemeinsamen Ziel vereinen.

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Wer profitiert von Diversity?

Richtig verstanden und ansprechend umgesetzt, profitieren alle im Unternehmen von der Vielfalt. Besonders aber bisher benachteiligte Gruppen oder solche die sich benachteiligt gefühlt haben, können mit diesem Vielfaltsansatz ihre Stärken in ein besseres Licht rücken, als das bisher möglich war. Was eventuell früher als Makel oder Schwäche empfunden wurde, ist heute eine Möglichkeit unter vielen.

Auch für die weitere Repräsentation der Frauen im Arbeitsleben bringt das Diversity Management viele Vorteile. Dabei geht es nach richtigem Verständnis nicht darum, Unterschiede weiter zu betonen oder zu vertiefen. Vielmehr geht es um einen entspannten und anerkennenden Umgang beispielsweise mit geschlechtlichen Unterschieden und die sich durch das Einbringen der verschiedenen Ansätze in die Umwelt des Unternehmens ergebenden Gemeinsamkeiten.

Es geht um Wertschätzung um Anerkennung sowie darum, den Beteiligten das Gefühl zu geben, mit ihren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen oder geschlechtlichen Unterschieden und Fähigkeiten im Unternehmen angenommen zu werden. Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Diversität kaum noch wegzudenken, weil sich zunehmend Kulturen und Bevölkerungsgruppen miteinander vermischen.

Vielfalt steht dabei immer für Dynamik und Entwicklung, die von allen Beteiligten in positiver Weise genutzt werden kann. Sie fördert Kreativität und neue Denkweisen. Insbesondere, wenn sich verschiedene Ansätze zu neuen Gedanken kombinieren, ist die Vielfalt immer eine positive Komponente, nicht nur im Bereich eines Unternehmens. In den letzten Jahren haben Unternehmen wie die Deutsche Bank vor allem auch in der Führungspositionen vorgelebt.

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Diversity im Unternehmen umsetzen und leben

Da Vielfalt als Wettbewerbsvorteil verstanden wird, streben viele Unternehmen nach mehr Diversity. Dabei reicht es nicht aus, einfach unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Hintergründen einzustellen.

Vielfalt ist dann ein Wert für das Unternehmen und die beteiligten Mitarbeiter, wenn sie auf das Unternehmenskonzept und die gesamte unternehmerische Umgebung ausgelegt wird. Vielfalt muss gemanagt werden. In 6 Schritten können insbesondere auch kleinere und mittelständische Unternehmen ihr eigenes Vielfaltskonzept entwerfen:

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1 Definition der Ziele

In einem ersten Schritt geht es um die Zieldefinition. Wohin soll die Vielfalt das Unternehmen führen? Sollen beispielsweise bestimmte Kundengruppen besser betreut werden können und sich angenommener führen? Geht es um die Mitarbeiter Motivation, Zufriedenheit und die Dynamik im Unternehmen? Gibt es bestimmte Mitarbeitergruppen aus anderen Teilen der Welt, die für bestimmte Aufgaben im Unternehmen besonders qualifiziert und geeignet sein würden?

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2 Der Status Quo bei der Diversity

Wo steht das Unternehmen zurzeit, wenn es um den Bereich Diversität geht? Ist man bisher sehr konform bei der Auswahl von Mitarbeitern und Methoden vorgegangen? Wie verhält es sich mit den Kunden und Geschäftspartnern des Unternehmens? Spielt da Vielfalt bereits eine große Rolle? Was machen die Wettbewerber?

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3 Vorbereitungsphase

Was werden konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Vielfalt kosten? Welche Risiken bestehen? Was passiert, wenn einzelne Maßnahmen nicht greifen oder unerwünschte Effekte zeigen? Welcher Zeitraum ist insgesamt für die Umsetzung von Maßnahmen vorgesehen?

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4 Konkrete Umsetzungsmaßnahmen

Was soll in einem bestimmten Zeitraum wie passieren? Was ist in punkto Kommunikation im Unternehmen nötig, um das Verständnis für Vielfalt zu erhöhen? Wer ist für die Durchführung der Maßnahmen verantwortlich? Alle diese Fragen sollten jetzt konkret in einem Umsetzungsplan festgelegt werden. Je konkreter dieser Plan ausfällt, desto einfacher wird später die Umsetzung sein.

Dabei sollte die Kommunikation im Unternehmen nicht vernachlässigt werden. Besonders, wenn ein Unternehmen sich von einem eher regional ausgerichteten mittelständischen Betrieb in einen internationaler und vielfältiger aufgestelltes Unternehmen verwandeln möchte, muss zunächst einmal die Grundlage für das Verständnis von Diversität geschaffen werden.

Nicht jedem leuchtet auf den ersten Blick ein, dass Vielfalt vorteilhaft ist. Das Beharrungsvermögen in dem einen oder anderen Unternehmen sollte nicht unterschätzt werden. Vor allem muss ausgeschlossen werden, dass die Belegschaft, die bereits in dem Unternehmen tätig ist, die Vielfalt als eine Bedrohung ihrer eigenen Stellung oder ihres Arbeitsplatzes versteht.

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5 Analyse der Umsetzung

Haben die Maßnahmen das gewünschte Ergebnis erbracht? Zeigen sich negative Effekte? Wie wird es in Zukunft weitergehen?

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6 Geduld

Diese 6. Phase ist weniger ein konkreter Schritt hin zu einem Diversity Management als eine Ermahnung, im Umgang mit der Vielfalt Geduld zu haben.

Vielfalt hat mit Menschen zu tun. Menschen verhalten sich nicht wie Maschinen und lassen sich nicht immer in ihren Reaktionen und Verhaltensweisen 100 %ig vorausberechnen.

Damit aus Vielfalt Gemeinsamkeit entsteht und das Bestreben gemeinsame Ziele durchzusetzen, braucht man auf allen Ebenen Verständnis für einander und vor allem Gesprächsbereitschaft. Der Prozess der Diversity ist dabei nie abgeschlossen.

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